Weimerskirch

 
Disposition

Marke : Allen Renaissance

81 Register, 4 Manuale C-c’’’’ und Pedal C-g’ 
4 wählbare Dispositionen

und Intonationen (über Reset!) :

American Classic, English Cathedral,

French Romantic, Neo-Baroque


Die Pfarrkirche von Weimerskirch, eine der ältesten Pfarreien des Landes, erhielt im Jahre 1871 eine erste Orgel der neugegründeten „Manufacture d’Orgues Dalstein und Haerpfer“ aus Bolchen (heute Boulay) in Lothringen. Das kleine Werk von 1/ Registern hatte das damals wiederentdeckte Springladensystem und nach der Beurteilung von Heinrich Oberhoffer „einen tragenden , kräftigen Klang.“

Als später die Kirche vergrössert wurde, war das Werk offenbar doch zu klein für den grösseren Raum, doch sollte es bis 1906 dauern, als die Firma Roethinger aus Strassburg damit beauftragt wurde, ein neues Werk von 28 Registern zu errichten. Was von der alten Orgel wieder verwendet wurde, ist schwer zu bestimmen, da sich im Pfarrarchiv keine Dokumente über diesen Umbau befinden. Beide Dispositionen sind bekannt, ausserdem eine Prospektzeichnung aus dem Kostenvoranschlag der ersten Orgel von 1871. Auch nachzulesen in der luxemburgischen Wochenzeitung „Lëtzebuerger Sonndesblad, Ausgabe Nr. 49 vom 11.12.1983 
1954 musste die Roethinger-Orgel einem Neubau der Firma Kemper aus Lübeck mit 40 Registern auf drei Manualen und Pedal weichen. In diesem Neubau wurden viele Register der alten Orgel übernommen, allerdings die schönsten, wie Doppelflöte, Flauto Major, Geigenprincipal oder Violoncello in der neuen Disposition nicht mehr berücksichtigt. Das Werk spielte bis Ende Oktober 2004, als das von der Pfarrei gekaufte elektronisch-digitale Instrument der Marke Allen Renaissance aufgestellt wurde. 
Das Prospekt der Kemper-Orgel blieb erhalten, dahinter befinden sich jetzt (seit Herbst 2004) Lautsprecher.